Neue Wege gehen: Urlaub in der Mongolei

11. August 2013 | Von | Kategorie: Asien

Fremde Kulturen, unberührte Landschaften, exotisches Essen und unbekannte Bräuche: Wer möglichst weit weg von den europäischen Gepflogenheiten kommen möchte, um dem Alltag zu entfliehen, der reist nach Asien. Doch liegen Thailand, China und die Philippinen bei Urlaubern immer mehr im Trend und die Touristenzentren bauen sich den Bedürfnissen entsprechend um. Schade! Doch aufgeben muss man die Hoffnung nicht.

Eingeklemmt zwischen China und Russland liegt das flächenmäßig größte Land Asiens: die Mongolei. Und seien wir doch mal ehrlich – allzu viel hört man von diesem sanften Riesen nicht. Wir wissen, dass die Hunnen in Europa eingefallen sind und auch dass Dschingis Khan ein erfolgreicher Kriegstreiber war, wie es aber momentan um den Binnenstaat steht, ist kaum bekannt. Und eines ist die Mongolei garantiert auch nicht: ein Magnet für den Tourismus. Wer und wieso man das Land dennoch einmal besuchen sollte, soll im Folgenden deutlich werden.

Yaks und Jurten © klange76 - Fotolia.com

Yaks und Jurten © klange76 – Fotolia.com

Alltagsflüchtlinge: Runterkommen in der Mongolei

Raus aus dem Alltag, fort von allen Verpflichtungen: In der Mongolei gibt es oft keinen Handyempfang, kein Internet, nicht einmal fließend Wasser oder Strom. Was für die einen wie eine Horrorvorstellung klingt, kann für den anderen die beste Erfahrung seines Lebens sein. Und genau das kann die Mongolei bieten. Der Binnenstaat ist viereinhalb Mal so groß wie Deutschland, hat aber lediglich 3,18 Millionen Einwohner. Neben den 40% der Bevölkerung, die in der Hauptstadt Ulaanbaatar leben, gibt es immer noch unzählige Nomaden, die mit ihrem Vieh durch das Land streifen und wirklich authentisch, wie schon vor vielen Jahren, leben.

Menschen, die eine Auszeit brauchen und vor allem von Hektik und Stress wegkommen wollen, sollten den Urlaub in der Steppe wagen. In einem traditionellen Rundzelt, dem Ger, schlafen, wandern, Schafe hüten, Feuerholz sammeln und auf dem eisernen Ofen kochen – wesentlich mehr bietet der Besuch bei den Nomaden nicht und doch füllt das Programm den ganzen Tag aus. Erst hier kann einem bewusst werden, wie unnötig kompliziert wir uns das Leben manchmal machen und dass zwischen „was brauche ich“ und „was will ich“ ein großer Unterschied herrscht.

Abenteurer: Die Vorzüge Ulaanbaatars auskosten

Mit Pferden über hohe Hügel hetzen, die Kamele durch die Wüste treiben, nachts Wölfe heulen hören oder mit dem Adler auf Springmausjagd gehen – Abenteuerurlaub kann mehr sein als Bungee-Jumping und Wasserski-Fahren. Fremde Kulturen erleben und gleichzeitig wilde Partys feiern? Auch das bietet die Mongolei an. Am besten: Mit der Transmongolischen Eisenbahn von Peking über Ulaanbaatar nach Moskau reisen oder auf http://www.meiers-weltreisen.de/ eine Busrundtour buchen und jeweils einen längeren Halt in der Hauptstadt machen. In Ulaanbaatar wimmelt es nur so von Nachtschwärmern. An jeder Straßenecke gibt es einen kleineren oder größeren Pub, in vielen Restaurants spielen überraschend gute Livebands und die Diskotheken lassen ausländische DJs auflegen. In der Hauptstadt wird viel Kultur geboten, wie traditionelle Gesangsvorführungen, Theater oder Tanzauftritte.

Ein Highlight: das Naadam Fest vom 10. bis 13. Juli. Die Feierlichkeit zu den „drei männlichen Spielen“ ist ein großes Spektakel in der Hauptstadt, das schon seit dem Mittelalter besteht. Männer und mittlerweile auch Frauen treten im Ringkampf, Bogenschießen und Pferderennen an. Dazu gibt es Paraden, Konzerte und Ausstellungen. Wer in Ulaanbaatar Urlaub macht, braucht auch nicht viel Geld. Die Lebenserhaltungskosten sind gering und viele Angebote in der Stadt sogar umsonst.

Schneeleopard © Jupiterimages/Photos.com/Thinkstock

Schneeleopard © Jupiterimages/Photos.com/Thinkstock

Naturliebhaber: Unberührte, abwechslungsreiche Gebiete

Mehrere Stunden im Jeep auf einer buckeligen Piste, die nur aus Schotter und fester Erde besteht und ins Nichts zu führen scheint, ist auf jeden Falle ein Abenteuer. Vor einem türmen sich Hügel und Berge, hinter einem schroffe Felskanten, daneben grüne und gelbe Steppe und nur sehr vereinzelt mal ein Baum. Wer aus Europa kommt, wird seinen Augen kaum trauen können: ein Niemandsland, unendliche Weiten mit unendlichem Nichts. Wälder sind selten, Häuser noch seltener. Am Horizont blitzt vielleicht mal die weiße Außenfassade eines Gers auf, sonst sind aber nur Ziegen-, Kuh- oder Pferdeherde die ständigen Begleiter. Das riesige, dünn besiedelte Land wartet mit einzigartiger und vor allem unberührter Natur auf. Straßen sind nichts weiter als Trampelpfade oder werden ganz einfach mit dem Auto auf die Schnelle geschaffen.

Wer die Mongolei erleben will, sollte sich Zeit nehmen, denn das riesige Land bietet unterschiedlichste Gegenden. So findet man im Norden eine kühle Nadelwaldzone am Khuvsgul-See, der im Winter gänzlich zufriert. Reist man allerdings immer weiter südlich, so durchquert man jede erdenkliche Art der Steppe, sieht weite Graslandschaften, ausgetrocknete Flüsse und einzigartige Felsformationen wie in Terelj. Die trockene Landschaft zieht sich bis zur Altai-Gobi hin, wo sie von Wüstensteppe übergeht zur Sandwüste mit hohen Dünen und roten Canyons. Wer Glück hat, begegnet auf dem Weg vielleicht einigen seltenen Tieren, wie dem Przewalski-Pferd, einem Schneeleopard, dem Pika oder dem Gobi-Bär. Egal wohin: Die Mongolei bietet für jeden einzigartige Erlebnisse.

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