Tagestrip in Paris – was sollte man alles besuchen?

30. Juli 2020 | Von | Kategorie: Frankreich
Louvre in Paris

Paris war schon seit meiner Kindheit eine sehr faszinierende Stadt gewesen. In zahlreichen Filmen, Serien, Dokumentationen und sogar in Schulbüchern tauchte man in eine faszinierende Welt voller Entdeckungen und vielen Oho-Effekten. Ich schätze mal, dass es Jahre dauern kann, bis man wirklich alles entdeckt hat. Aber selbst dann bleibt die Stadt weiterhin sehr aufregend, weil sie sich immer wieder neu erfindet. Wie sieht es aber aus, wenn man sich vornimmt, eine der größten Städte Europas an einem einzigen Tag zu besuchen. Was sollte man alles besuchen und reicht die Zeit überhaupt aus, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten anzusehen. Hier sind einige Tipps für euch.

Sehenswürdigkeiten, die man unbedingt besuchen sollte

Wenn man an Paris denkt, fallen einem die wichtigsten Sehenswürdigkeiten ein, die weltbekannt sind. Doch es gibt viel mehr zu entdecken und die ganzen Tipps hier aufzulisten, wird vielleicht den Rahmen ein wenig sprengen. Wie eine mögliche Tagestour aussehen könnte, will ich hier mal auflisten.  Setzt euch mit Stadt auseinander. Claudia von Gate to Paris hat hier unter https://www.gate-to-paris.com/de/life-in-paris/ einen sehr interessanten Artikel über die Arrondissements in Paris geschrieben. Wenn ihr in Paris unterwegs seid oder dort leben wollt, sind solche Infos Gold wert.

Morgens Sacre Coeur und Montmarte besuchen

Geschlossene Läden, kleiner hügeliger Weg, angenehm ruhige Atmosphäre – der Gang hoch zum Hügel, wo die Basilika liegt kann man mal ausprobieren. Es gibt keine unmittelbare Metrostation in der Nähe. Aber viele öffentliche Verkehrsmittel führen hinauf. Probiert es doch mal mit der Metrostation Lamarck-Caulaincourt. Ein kleiner Fußmarsch ist zwar nötig. Aber ihr werdet diesen kleinen Spaziergang mit Aufstieg über die Treppen bestimmt nicht vergessen. Die Basilika an sich ist von außen ein beeindruckendes Meisterwerk und auch der Besuch drinnen ist sehr zu empfehlen.

Wer schon am Sacre Coeur vorbeikommt, sollte natürlich auch das Künstlerviertel Montmarte nicht außer Acht lassen. Im Viertel wird man von vielen Künstlern auch angesprochen, die von einem ein künstlerisches Porträt machen. Ansonsten ist das Viertel sehr malerisch mit mehreren Läden und sympathischen kleinen Häusern. Probiert hier unbedingt die Pfannkuchen. Sie sind nur unbeschreiblich gut.

Am Vormitttag das Louvre Museum besuchen

Louvre in Paris

Viele denken beim ersten Must-See an den Pariser Eiffelturm. Aber wie wäre es, wenn man sich für den Start in den Tag den Besuch des Louvres vornimmt. Bei Sonnenaufgang ist der Blick über das Areal und die gläserne Pyramidenkonstruktion des Museum unvergesslich. Das habe ich an einigen sommerlichen Tagen schon gemacht und auch beim Frühstückslauf im Frühjahr einen Tag vor dem Pariser Marathon war die Strecke im Zentrum vorbei an der Glaspyramide ein geiles Erlebnis mit viel Stimmung und guter Laune. Für Kunstliebhaber ist der Besuch schon fast Pflicht. Doch auch ohne Besuch kann man dort seine Zeit vertreiben und die architektonischen Meisterwerke des Viertels begutachten.

Pariser Eiffelturm besuchen

Diese Sehenswürdigkeit wäre dann die Nummer 3 auf meiner To-Do Liste und bestimmt nicht das uninteressanteste Objekt der ganzen Tour. Hier sollte man schon ordentlich Zeit einplanen. Denn sehen und erleben kann man dort viel. Seit einigen Jahren ist das Areal rund um den Pariser Eiffelturm nur beim Passieren des Kontrollbereichs möglich! Auch beim Eiffelturm muss man wahrscheinlich eine kleine Wartezeit einberechnen. Es gibt zwei Bereiche, die man auswählen kann. Da ist einmal der Zugang zum 2nd Floor oder ihr könnt natürlich auch ganz nach oben und von dort Paris von oben beobachten. Beim letzten Besuch am Abend reichte mir der Besuch im unteren Bereich für einen Preis von unter 20 Euro aber völlig aus. In den kälteren Jahreszeiten sollte man allerdings aufpassen, dass die kühlen Temperaturen mit dem Wind euch nicht umhauen. Der Besuch damals war schon windig und die Aussicht natürlich nicht von langer Dauer.

Nach dem Besuch ist ein kleiner Spaziergang im Parc du Champ der Mars in Paris fast schon ein Muss. An wärmeren Tagen kann man sich hier auf die Wiese legen und den Eiffelturm von unten bestaunen. Auch die Jardins du Trocadéro und der Palais sind ein Traum. Von dort könnt ihr den Eiffelturm auch bestaunen. Dieser Bereich ist geprägt von sehr viel Lebendigkeit und vielen Touristen.

Notre Dame & Jardin du Luxembourg

Wer kennt nicht den Film „Der Glöckner von Notre Dame“? Er ist die nächste Sehenswürdigkeit, die ich als Tipp für den Nachmittag empfehlen würde. Es gibt aber noch ein kleines Dilemma. 2019 gab es dort einen Brand. Die Ursache ist unklar. Aber derzeit können Besucher Notre Dame von innen nicht bestaunen. Aber auch von außen ist die Sicht auf die berühmteste Kathedrale der Welt einfach unvergesslich.  Fast 200 Jahre hat es gedauert, bis die Kirche errichtet wurde, bis sie im Jahr 1345 eröffnet wurde. Ich hatte das Glück gehabt, einige Tage vor dem Brand die Kirche zu besuchen und das sind die letzten Bilder von Notre Dame vor dem Brand. Diese werden wir wahrscheinlich nicht mehr in dieser Form wiedersehen, da die altehrwürdigen Kunstschätze zum Teil nicht mehr vorhanden sind.

Der Jardin du Luxembourg ist nur einen kleinen Fußmarsch von der Kathedrale entfernt und gehört meiner Meinung auch zu den größten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Der Schlosspark bietet eine beeindruckende Grünanlage mit dem berühmten Medici-Brunnen – ein sehr harmonischer und stiller Ort zum Verweilen! Wer mag, kann sich von einem Guide hier durch das Schloss führen lassen. Diese finden einmal die Woche statt.

Kreuzfahrten und Bootsfahrten auf der Seine in Paris

Auf der Seine im Boot die Stadt besichtigen ist ein Traum. Die Preise können dabei sehr stark auseinanderdriften. Eine Tour kann 10 Euro kosten oder aber auch 200 Euro. Das hängt sehr stark von euren Bedürfnissen ab. Die Tour auf einem normalen Panoramaboot kostet 10 Euro und hat eine Dauer von 60-75 Minuten. Das ist für so eine Weltstadt wie Paris fast schon ein Schnäppchen. Bei dem ganzen Gedränge in Paris würde ich euch aber empfehlen, vorab schon im Internet die Tickets zu besorgen, um mehr Zeit für die Besichtigung zu haben. Ideal sind die Bootsfahrten mit Audioguide. Nutzt diese Möglichkeit und bildet euch weiter und genießt vor allem die Bootsfahrten. 

Die 200 Euro Tour (pro Person) ist eine private Bootsfahrt für maximal 4 Personen auf einem schnelleren Boot, wo ihr noch die Snacks und Drinks in kleiner Runde auf der rund 2,5h langen Tour genießen könnt. Das ist auch eine Option für Leute mit dickem Geldbeutel.

Empfehlung für ein Abendessen

Okonomiyaki

Was ihr esst, ist natürlich eure Sache. Hier hat Paris unendlich viel Möglichkeiten zu bieten. Aber kann ich euch in Paris was Exotisches empfehlen, was man sonst nirgends entdeckt? Das japanische Restaurant Aki bietet Pfannkuchen nach Kansai Art. Das sind nicht irgendwelche Pfannkuchen, die man morgens bei Nutella isst, sondern sie sind geschmückt mit interessanten Toppings nach japanischer Art. Das Okonomiyaki ist gefüllt mit Fleisch, Gemüse mit einer speziellen Sauce und isst bedeckt vom luftige-lockeren Thunfisch. So ein Gericht ist für einen Preis von 10-14 Euro zu haben. Das Restaurant befindet sich hier.

Für die Nachtaktivitäten

Ihr seid bestimmt noch lange nicht müde seid und wollt das Nachtleben genießen. Gerade bei Einbruch der Nacht zeigt sich Paris von seiner faszinierenden Seite. Paris hat soviel zu bieten, dass man am liebsten die ganze Nacht die die Stadt nochmals mit all seinen Sehenswürdigkeiten anschauen will. Für Kneipenbesucher sind die Paris Bar Crawl Möglichkeiten interessant. Ein Guide führt die Gruppen von einer angesagten Bar zur nächsten und die Nacht endet schließlich in einem der angesagtesten Clubs der Stadt. Das wird von jungen Partygängern sehr gern genutzt und hier besteht die Möglichkeit, noch mehr Leute kennenzulernen. Einer der Pub Crawl Gruppen führt auch durch das Stadtviertel Montmartre mit dem berühmten Moulin Rouge. Wer sich dem Pub Crawl nicht anschließen will, kann auch auf eigene Faust dieses berühmte Viertel besuchen.

Wer es ein wenig gemütlicher haben will, kann mal einen Abstecher ins Rue Mouffetard machen. Die Straße ist geprägt von Restaurants, Bars und Kneipen für den individuellen Geschmack. Im Sommer solltet ihr mal Ausschau nach Konzerten, Open Air Festivals und weiteren Musikevents halten. Diese finden gewiss nicht nur drinnen in der Halle, sondern auch draußen, wo das Leben tobt.

Ich hoffe, dass ihr euch von meiner Tagestour inspiriert wurdet. In Paris kann man viel mehr erleben. Aber für die erste Orientierung sind die Sightseeing Möglichkeiten auch empfehlenswert.

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