Köln: Dom, Karneval und Kölsch

27. Februar 2013 | Von | Kategorie: Deutschland, Europa, Städte
Zu einem Kurztrip nach Köln gehört auch immer der obligatorische Blick auf den Dom

Der imposante Kölner Dom. Foto: Reise-Typ.

Köln ist eine interessante Großstadt – und das nicht nur zur Karnevalszeit: in keinem deutschen Stadtkern sind sonst auf kleinsten Raum zwölf romanische Kloster- und Stiftskirchen konzentriert. Die Kirchen gehören zu den bedeutendsten ihrer Art in Westeuropa, wobei die günstige Lage am Rhein mit bedeutenden Handelsstraßen und der Sitz kirchlicher und weltlicher Macht zur besonderen Bedeutung von Köln beitrugen.

Die Stadt besitzt eine über 2000-jährige Geschichte und gehört damit zu den ältesten Städten Deutschlands; viele historische Bauten sind heute Museen oder werden von Karnevalsgesellschaften genutzt. Köln liegt in einer Übergangszone vom Meeresklima zum kontinentalen Klima mit milden Wintern und leicht warmen Sommern.

Kölner Dom, Museen und Parks

Der Kölner Dom ist ein Wahrzeichen Kölns und befindet sich im Stadtzentrum. Nach dem Ulmer Münster ist der Kölner Dom die zweithöchste Kirche in Deutschland und das dritthöchste Gotteshaus der Welt. Im Jahre 1943 wurde der Kölner Dom von britischen Bomben getroffen, doch das Bauwerk hielt den Erschütterungen stand und wurde nach dem Krieg restauriert. Die UNESCO erklärte den Kölner Dom im Jahre 1996 zum Weltkulturerbe, als eines der größten Werke gotischer Baukunst.

Ulrepforte in Köln

Die Ulrepforte in Köln. Als Teil der Mittelalterlichen Stadtmauer im 13. Jahrhundert erbaut. Heute wird sie von den Roten Funken als Hauptquartier genenutzt. Foto von Rolf Heinrich unter einer CC BY-SA 2.0 Lizenz

Eine Stadtmauer mit Torburgen schützte einst das mittelalterliche Köln – heute sind nur noch Reste der Befestigung zu besichtigen. Das mittelalterliche Rathaus steht für den Stolz der Kölner Bürger und strahlt diesen auch aus; darüberhinaus sind in der Domstadt zahlreiche schöne Museen zu finden, und die Kölner Parks laden zum Verweilen ein. Offene Wald- und Auelandschaften, wie das Naturschutzgebiet Königsforst und der Dünnwalder Wald geben seltenen Tieren und Gewächsen einen Lebensraum. Der Rheinauhafen mit seinen „Kranhäusern“ ist ein Musterbeispiel moderner Architektur, weshalb es sich durchaus lohnt, einen Spaziergang durch das Hafengebiet zu unternehmen. Hier sind auch mehrere Cafés, Restaurants, Galerien und viele weitere Sehenswürdigkeiten zu finden.

Deutzer Brücke über den Rhein

Ebenfalls sehr sehenswert: die Deutzer Brücke, welche über den Rhein führt – hier mit Blick auf den Kölner Dom im Hintergrund. Foto: colourbox.com

Kölsch – die Sprache und das Bier

Mit der kölschen Mundart drückt der Kölner einen gewissen Frohsinn und offenen Tadel an bestehenden Verhältnissen in Köln und dem Rest der Welt aus. Bundesweit bekannte Bands wie BAP, Black Föös oder die Höhner singen auf Kölsch, auch wenn ihre Texte wahrscheinlich nur im nähereen Umkreis verstanden werden. Kölsch ist eine temperamentvolle Ausdrucksweise mit einer eigenen Lebensart – und darüber hinaus die Bezeichnung für hellen, blankfiltrierten obergärigen Gerstensaft, der derzeit ausschließlich von neun Brauereien produziert wird, die sich der vom Bundeskartellamt anerkannten Kölsch-Konvention aus dem Jahre 1996 unterworfen haben.

Das Kölner Bier

Ein Kranz Kölsch, wobei die Schaumkrone hier eindeutig zu wünschen übrig lässt;) Foto von Tim Bartel unter einer CC BY-SA 2.0 Lizenz

Kölner Karneval, internationale Messen und der 1.FC Köln

In Kölle wird schon seit 200 Jahren Karneval gefeiert. Nach der Gründung des Festkomitees Kölner Karneval entstanden mehrere Karnevalsgesellschaften, und ein feuchtfröhliches Treiben begann. Willi Ostermann mit seinen zahlreichen Liedern und weitere originelle Künstler machten den Kölner Karneval weltberühmt. Museen wie das Museum Ludwig oder das Römisch-Germanische Museum sind international bei Kunstkennern renommiert. Als Messestadt zieht Köln – unter anderem zu internationalen Leitmessen wie Anuga, photokina oder der Internationalen Eisenwarenmesse – zigtausende Besucher aus aller Herren Länder an.

Da günstige Hotels in der Domstadt gerade zu Messezeiten knapp sind, ziehen es viele Besucher vor, für ihren Aufenthalt statt eines Hotels eine Ferienwohnung in Köln zu buchen. In Sachen Fußball ist Köln derzeit leider wieder einmal nur zweitklassig. Vorbei sind die Zeiten als Wolfgang Overath, Harald Schuhmacher oder Pierre Littbarski den 1. FC Köln zu Titeln führten, und so wartet Geißbock Hennes VIII. seit der Saison 2012/13 auf den Wiederaufstieg.

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